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Rürup-Rente

Es gibt in Deutschland zwei verschiedene Förderungen seitens des Staates, was die private Altersvorsorge angeht. Das ist einerseits die Riester-Rente und anderseits die Basisrente. Diese Basisrente wird umgangssprachlich aufgrund des Namensgebers Bert Rürup in meistens auch als Rürup-Rente bezeichnet und bis auf sehr wenige Ausnahmen vor allem von selbständigen Personen und Freiberuflern in Anspruch genommen. Das System der Basisrente unterscheidet sich insofern grundlegend von dem der Riester-Rente, dass keine direkten Zulagen gezahlt werden, sondern der Sparer Steuervergünstigungen nutzen kann, wenn er die Rürup-Rente in Anspruch nimmt. Da den meisten Selbständigen und Freiberuflern die Riester-Förderung nicht zugänglich ist, ist die Rürup-Rente für diese Personen die einzige Möglichkeit, eine Förderung der privaten Altersvorsorge zu bekommen.

Die Rürup-Rente beinhaltet, dass der Förderbegünstigte seine Sparbeiträge, die er in den Rürup-Vertrag einzahlt, innerhalb von festgelegten Grenzen von der Einkommensteuer absetzen kann. Und zwar stellen diese Sparbeiträge Vorsorgeaufwendungen dar, welche in der Steuererklärung unter der Kategorie Sonderausgaben zu finden sind. Zunächst einmal kann man jedoch nur Sparbeiträge bis zu jährlich 20.000 Euro (Verheiratete 40.000 Euro) angeben bzw. absetzen. Zudem ist der jeweilige Sparbeitrag nicht in vollem Umfang absetzbar, sondern nur zu einem bestimmten Prozentsatz. Im Jahre 2010 liegt dieser Prozentsatz bei 70 Prozent, und erhöht sich jedes Jahr um weitere zwei Prozent.

Die Förderung in Form der Rürup-Rente kann nur dann erfolgen, wenn man bestimmte „zugelassene“ Sparverträge nutzt. Die Haupteigenschaften dieser Sparverträge müssen unter anderem darin bestehen, dass der Vertrag mindestens bis zum 60. Lebensjahr des Sparers läuft, die spätere Auszahlung als Leibrente vorgesehen ist, und zudem muss eine Kapitalgarantie bestehen. In der Praxis erfüllen zum einen die klassische und die fondsgebundene Variante der privaten Rentenversicherung diese Kriterien, und zum anderen kann auch ein Fondssparvertrag oder eine britische Versicherung genutzt werden. Eine Kapitallebensversicherung ist demgegenüber nicht rürupfähig, da hier ein Wahlrecht bezüglich der Kapitalauszahlung vorhanden ist.