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Optionsscheine

Private Anleger haben die Möglichkeit, ihr Kapital in Finanzderivate zu investieren. Dies sind Instrumente, welche von ursprünglichen Wertpapieren abgeleitet sind. Zu Finanzderivaten zählen auch die Optionsscheine.

Die Emittenten von Optionsscheinen legen das Underlying fest; dies ist der Basiswert, der für den Optionsschein zugrunde gelegt wird. Der Basiswert kann eine Aktie, ein Fonds oder auch ein Index sein. Der Emittent gewährt dem Anleger das Recht, den Basiswert zu einem vorher definierten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Der Anleger partizipiert aufgrund eines Hebels exponentiell an Kursgewinnen und auch an Kursverlusten des Basiswerts. Der Anleger unterscheidet zwischen einer amerikanischen Option, die das Kauf- beziehungsweise das Verkaufsrecht des Basiswerts an den Emittenten während der gesamten Laufzeit garantiert, als auch die europäische Option, bei der die Rechte nur am Laufzeitende ausgeübt werden können.

Der private Anleger sollte sich vor Kauf eines Optionsscheines über die Chancen und Risiken bewusst werden. Der Optionsschein ist ein Spekulationspapier und der Anleger muss damit rechnen, sein eingesetztes Kapital zu verlieren. 90% aller Optionsscheine verfallen am Stichtag wertlos. Diese Anlageform ist nur geeignet für Personen, für die Spekulation, Chance und Risiko im Vordergrund steht. Die Komponente Sicherheit ist bei Optionsscheinen nicht erkennbar. Der Anleger kann die Optionsscheine börsentäglich verkaufen, somit hat er eine schnelle Möglichkeit, Liquidität zu erlangen, sofern ein Wert des Optionsscheins an der Börse erkennbar ist.

Für den Anleger, der einen Call-Optionsschein besitzt, ist es von Vorteil, wenn die Kurse des Basiswerts steigend sind. Er hat dann die Möglichkeit, bei Ausübung den Basiswert zu einem geringeren Wert als dem realen Börsenwert zu kaufen. Im Umkehrschluss bedeutet dies für einen Anleger, der einen Put-Optionsschein besitzt, dass fallende Kurse des Basiswertes vorteilhaft für ihn sind. Er kann dann den Basiswert teurer verkaufen, als wenn er den Basiswert über die Börse verkaufen würde.

Der Emittent ist in einer Stillhalter-Position. Er ist in Abhängigkeit der Entscheidung des Anlegers über die Ausübung des Rechts des Optionsscheins.