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Rendite beim Tagesgeld im Vergleich besser als ihr Ruf

Eine neulich durchgeführte Meinungsumfrage hat ergeben, dass der deutlich größte Teil der Anleger beim Begriff Tagesgeld in erster Linie an eine hohe Sicherheit denkt. Während die Tagesgeldanlage bei der Bewertung der einzelnen Merkmale sowohl bei der Sicherheit als auch bei der Verfügbarkeit nahezu die volle Punktzahl bekam, schnitt die Anlageform bei der Bewertung der Rendite erwartungsgemäß nicht besonders gut ab.Der Grund für das eher schlechte Abschneiden des Tagesgeldes bei der Rendite ist natürlich, dass die Tagesgeldzinsen in der Spitze derzeit nur noch rund 2,50 Prozent betragen, sodass Anleger nach Abzug der Inflationsrate nur noch eine reale Rendite von bestenfalls 0,6 Prozent erzielen. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass einige Banken erst vor wenigen Wochen ihre Tagesgeldzinsen gesenkt haben. Gerade im Vergleich mit anderen möglichen Geldanlagen sind sehr viele Umfragteilnehmer der Meinung, dass man hier eine deutlich bessere Rendite erzielen könnte. Genannt werden in erster Linie Fonds oder auch das Investment in Rohstoffe. Doch schaut man sich die tatsächliche Rendite beim Tagesgeld und bei diesen zwei genannten Anlageformen einmal anhand der historischen Daten der letzten zwölf Monate an, so muss man zu dem Ergebnis kommen, dass die Rendite beim Tagesgeld im Vergleich besser als ihr Ruf ist.

Gebühren schmälern Fondsrendite und auch beim Rohstoffhandel fallen Kosten an

Ein Grund dafür, dass viele Anleger vor allem bei Aktienfonds eine deutlich bessere Rendite als beim Tagesgeld vermuten ist, dass in der Regel die Definition Rendite mit dem Ertrag bzw. dem zu erzielenden Gewinn „verwechselt“ wird. Beim Tagesgeld ist es zum Beispiel so, dass der Ertrag mit der Rendite oftmals identisch ist, denn für den Anleger fallen bei der Tagesgeldanlage keine Kosten an. Ganz anderes sieht es zum Beispiel bei den Aktienfonds, aber auch beim Handel mit Rohstoffen aus. So gibt es bei den Aktienfonds sogar verschiedene Gebührenarten zu beachten, nämlich den Ausgabeaufschlag, die Managementgebühr und eine Vertriebsprovision bzw. Verwaltungsgebühr. Zwar weist nicht jeder Fonds all diese Gebühren auf, aber natürlich gibt es Durchschnittswert, mit denen man „arbeiten“ kann. Nimmt man einen Aktienfonds mit einem Ausgabeaufschlag von fünf Prozent und einer jährlichen Managementgebühr von 1,5 Prozent als Beispiel, so würden die Gebühren auf einen Zeitraum von einem Jahr gerechnet 6,5 Prozent betragen. Der langfristige Durchschnittsertrag von rund acht Prozent würde also um 6,5 Prozent verringert, sodass die Rendite nur noch bei 1,5 Prozent liegen würde, also geringer als bei den guten Tagesgeldangeboten ist.